Geschichte des Vereins
Die Begegnung des Posaunenchors der Stadtmission Hannover unter Heinz Baumgardt mit Koku Klutse begründete vor 35 Jahren eine noch heute andauernde Freundschaft. Koku Klutse war damals von der Norddeutschen Mission mit seiner Familie zur Weiterbildung zum Anästhesiepfleger im Krankenhaus Siloah in Deutschland abgeordnet. Er kehrte 1977 in sein Heimat-Krankenhaus Bethesda, ca. 100 km nördlich von Lomé, zurück. Ein Jahr später besuchten ihn dort 34 Hannoveraner und waren tief beeindruckt von den armseligen Lebensverhältnissen. 14 Frauen und Männer gründeten 1979 die „Gesellschaft der Togo-Freunde“, die später in „Togo-Freunde Hannover e.V.“ umbenannt wurde.
Ziel war die Verbesserung der Lebensverhältnisse durch Bau von Brunnen und die Ermöglichung medizinischer Versorgung sowie die Förderung der gemeindlichen Kirchenmusik. Zentrum der Aktivität war zunächst der Wohnort von Koku Klutse, ca. 150 km nördlich von Lomé: Sodo. Dort kümmert sich eine Gruppe von früheren Dorfbewohnern um den Ausbau des Ortes. Die U.R.S.E. (Union des Ressortissants de Sodo à l´Etrangière) ist für den Verein wichtiger Partner vor Ort.
Koku Klutse selbst widmete nach seinem beruflichen Ausscheiden mehr und mehr Zeit in die Repräsentanz des Vereins in Togo und wurde uns zum unersetzlichen Berater für die Einschätzung der Unterstützungsanträge, die bald aus dem ganzen Land eingereicht wurden.
In Deutschland gewann der Verein unter der Leitung von Heinz Baumgardt mehr und mehr Mitglieder, zwischenzeitlich waren es 280. In EXPO-Jahr erlebte der Verein besondere Aufmerksamkeit: da der Staat Togo sich nicht für eine Präsentation auf der Weltausstellung entschließen konnte, übernahm Togo-Freunde Hannover die Organisation des Standes.
Am 5.9.09 feierte der Verein sein 30jähriges Bestehen. Bis dato waren ca. 1,5 Mio Euro an Mitgliedsbeiträgen und Spenden in Togo investiert worden.